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Accessoires, ohne die Sie im Winter nicht losfahren sollten!

Accessories you shouldn’t hit the road without in winter!

Péter Zsolt Turcsi |

Mit dem Einzug der Wintersaison stehen alle, die auf Autobahnen unterwegs sind, vor zahlreichen Herausforderungen. Die Kälte am frühen Morgen ist nicht nur für den Fahrer unangenehm, sondern auch für den Lkw und kann viele Probleme verursachen, wenn wir auf Minustemperaturen nicht richtig vorbereitet sind – ganz zu schweigen von vereisten Straßen oder Schneefall.

Erfahrung ist unter solchen Bedingungen wichtig, reicht für sich allein jedoch nicht immer für sicheres Fahren aus. Einige saisonale Zubehörteile können jedoch wahre Wunder bewirken und schützen gut vorbereitete Fahrer oft sogar vor lebensgefährlichen Situationen.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen die wichtigsten Dinge, ohne die Sie im Winter nicht auf die Straße gehen sollten – selbst dann, wenn das Fahren Ihr Leben ist und Sie über jahrelange Erfahrung verfügen!

Welches Frostschutzmittel gehört in das Kühlsystem?

Beginnen wir mit einem der wichtigsten Winterutensilien: dem Frostschutzmittel. Seine Aufgabe ist es, das Kühlmittel – umgangssprachlich „Kühlwasser“ genannt – selbst an den kältesten Tagen vor dem Einfrieren zu schützen. Das ist entscheidend, denn der Motor kann ohne ausreichende Kühlung nicht arbeiten – auch bei Frost kann er überhitzen und beschädigt werden.

Die Wahl des richtigen Frostschutzmittels sollte daher nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Um die passende Lösung zu finden, müssen vor dem Kauf mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Einer der wichtigsten ist, welcher Motortyp sich in Ihrem Fahrzeug befindet. Motoren können Aluminium- oder Gussblöcke haben. Wichtig zu wissen ist, dass eine Flüssigkeit, die für Aluminium geeignet ist, auch für Guss geeignet ist.

Umgekehrt gilt dies jedoch nicht: Was für Guss geeignet ist, darf nicht in Aluminiumblöcken verwendet werden. Deshalb ist eine sorgfältige Auswahl entscheidend. Während ältere Fahrzeuge in ihren Kühlsystemen meist mehr Metallkomponenten enthalten, bestehen neuere Modelle vermehrt aus Aluminium, Gummi und Kunststoff.

Der nächste Faktor mag zunächst weniger wichtig erscheinen, doch lassen Sie sich nicht täuschen – es ist entscheidend, welche Farbe des Frostschutzmittels Sie wählen. Zumindest in den meisten Fällen. Theoretisch weisen unterschiedliche Farben auf die chemischen oder technischen Eigenschaften hin.

Während früher Blau und Orange am häufigsten waren, gibt es heute Frostschutzmittel in vielen Farben, die sich in bestimmten Eigenschaften unterscheiden können.

Farben können Zusammensetzung und Lebensdauer anzeigen. Blaues Frostschutzmittel basiert beispielsweise meist auf Ethylenglykol und muss alle zwei Jahre oder nach 55.000 km gewechselt werden. Im Gegensatz dazu enthalten rote, violette und gelbe Flüssigkeiten häufig organische Carboxylat-Zusätze, wodurch Wechselintervalle von 4–5 Jahren oder 150.000–250.000 km möglich sind.

Hersteller können Farben jedoch unterschiedlich verwenden, sodass zwei Flüssigkeiten gleicher Farbe nicht unbedingt identische Eigenschaften haben. Deshalb gilt: Prüfen Sie immer genau, was Sie kaufen.

Mit dem Herannahen des Winters können Sie mithilfe eines Refraktometers oder Hydrometers überprüfen, ob Ihr Kühlmittel ausreichend frostbeständig ist. Mehr dazu erfahren Sie später im Artikel.

Was Sie über das Mischen von Frostschutzmitteln wissen sollten

Die wichtigste Regel lautet: Unterschiedliche Arten von Frostschutzmitteln dürfen aufgrund ihrer verschiedenen Eigenschaften nicht gemischt werden! Mischen Sie nur gleiche Farben miteinander (Pink mit Pink, Blau mit Blau usw.) – und auch dann nur mit deionisiertem Wasser.

Der Grund dafür ist, dass deionisiertes Wasser im Gegensatz zu Leitungswasser keine Salze enthält. Das ist wichtig, weil Salze Ablagerungen und Kalk im Kühlsystem verursachen und außerdem das Einfrieren begünstigen können, was die Motorleistung gefährdet.

Beachten Sie außerdem, dass die Verwendung von deionisiertem Wasser das Frostschutzmittel verdünnt, was gefährlich sein kann. So kann beispielsweise eine Flüssigkeit, die für -35°C ausgelegt ist, plötzlich nur noch bis -10°C wirksam sein. Achten Sie daher stets auf die richtigen Mischverhältnisse.

Konzentriertes Frostschutzmittel bietet in der Regel Schutz bis etwa -72°C. Eine Mischung aus 70 % Ethylenglykol und dem Rest destilliertem Wasser schützt bis etwa -50°C, während ein 50/50-Gemisch bis etwa -35°C schützt.

Die beste Lösung ist, das Mischen selbst zu vermeiden. Heutzutage gibt es zahlreiche fertige Produkte, die sowohl zu Ihrem Fahrzeug als auch zu den Wetterbedingungen passen.

Lesen Sie stets die Produktbeschreibungen sorgfältig und wählen Sie die richtige Farbe und Zusammensetzung. Achten Sie außerdem darauf, Frostschutzmittel nicht mit Scheibenwaschflüssigkeit zu verwechseln!

Saisonale Scheibenwaschflüssigkeit ist unverzichtbar

Bei der Vorbereitung auf den Winter sollten Sie auch Ihre Scheibenwaschflüssigkeit überprüfen. Warum? Weil Sommerflüssigkeit im Winter einfrieren und Behälter oder Leitungen beschädigen kann – oder sogar den Wischermotor zerstören kann, wenn gefrorene Flüssigkeit gepumpt wird.

Winter-Scheibenwaschflüssigkeiten sind in verschiedenen Konzentrationen und Verpackungen erhältlich. Am beliebtesten sind Varianten mit einer Wirksamkeit bis -19 bis -22°C, die für typische Winterbedingungen meist ausreichen.

Es gibt auch Konzentrate für Temperaturen zwischen -40°C und -70°C, die vor der Verwendung mit destilliertem Wasser verdünnt werden müssen und zudem kostengünstiger sind.

Setzen Sie stets auf Qualität – günstige No-Name-Produkte können eine breiige Konsistenz annehmen, was nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich ist.

Besonders problematisch wird es, wenn die Flüssigkeit durch Kälte und Fahrtwind auf der Windschutzscheibe gefriert. Für sicheres Fahren ist es außerdem wichtig, dass Wischerblätter und Gummielemente in gutem Zustand sind.

Refraktometer: Was ist das und warum braucht es jeder Fahrer?

Ein Refraktometer ist ein unverzichtbares Winterwerkzeug für Lkw, Transporter, Nutzfahrzeuge und Pkw. Damit können Sie schnell feststellen, ob Ihr Kühlmittel und Ihre Scheibenwaschflüssigkeit ausreichend Frostschutz enthalten.

Es ermöglicht die Prüfung der Eigenschaften bestimmter Flüssigkeiten, indem einige Tropfen auf ein Prisma gegeben und die Abdeckung geschlossen werden. Einige Modelle können auch Batteriesäure und AdBlue messen.

Unser optisches Frostschutzmessgerät verfügt beispielsweise über vier Messskalen, darunter separate Skalen für Propylenglykol und Ethylenglykol sowie für Batteriesäure. Wir bieten auch Modelle an, die AdBlue messen können.

Das Gerät ist einfach zu bedienen, muss jedoch vor der Verwendung kalibriert werden. Dies dauert nur wenige Sekunden: destilliertes Wasser auftragen, Abdeckung schließen und Skala überprüfen.

Wenn die blaue Linie mit der „Wasserlinie“ übereinstimmt, ist das Gerät einsatzbereit. Falls nicht, kann es mit dem mitgelieferten Schraubendreher justiert werden. Diese Kalibrierung sollte einmal pro Jahr durchgeführt werden.

Nach der Kalibrierung erfolgt die Messung auf die gleiche Weise – ersetzen Sie einfach das destillierte Wasser durch die zu prüfende Flüssigkeit. Weitere Informationen finden Sie in unserem Video-Leitfaden.

Kraftstoff-Fliessverbesserer: Warum und wie verwenden?

Im Winter haben Dieselmotoren oft Startprobleme, da Kraftstoff bei extremer Kälte kristallisieren und gelieren kann, wodurch Filter verstopfen und der Motor nicht mehr läuft.

Additive gegen Gelbildung verhindern die Bildung von Paraffinkristallen, sorgen für einen gleichmäßigen Kraftstofffluss und schützen das System.

Sinken die Temperaturen unter -15°C, wird ihre Verwendung dringend empfohlen, auch wenn an Tankstellen Winterdiesel erhältlich ist. Unter -20°C kann dieser dennoch gelieren. Die meisten Additive wirken zuverlässig bis etwa -39°C.

Deshalb gehört ein hochwertiger Fliessverbesserer im Winter zur Grundausstattung jedes verantwortungsbewussten Lkw-Fahrers.

Effektiver Schutz vor Eis, Schnee und Kälte: Enteiser, Eiskratzer, Silikonspray

Eis gehört zu den größten Herausforderungen der Wintersaison. Eine verschneite oder vereiste Windschutzscheibe lässt sich mit einem Schneebesen, einem guten Eiskratzer und Enteiser gut bewältigen.

Es gibt viele Arten von Eiskratzern, und die meisten sind effektiv. Ideal ist ein Modell mit Gummikante, die das Entfernen von Eis erleichtert. Einige verfügen auch über Bürstenaufsätze. Letztlich hängt die Wahl von persönlichen Vorlieben ab.

Dennoch gilt: Qualität ist entscheidend. Wählen Sie ein robustes Modell, das nicht leicht bricht. Dünne Kunststoffvarianten sind weniger langlebig.

Enteiser sind als Spray oder Pumpspender erhältlich und äußerst praktisch bei gefrorenen Situationen.

Ein gefrorenes Schloss kann ein größeres Problem darstellen als eine vereiste Scheibe. In solchen Fällen ist ein Schlossenteiser unverzichtbar. Dank der speziellen Düse lässt er sich leicht anwenden.

Er verhindert außerdem Rost und sorgt für eine gute Schmierung. Es empfiehlt sich, zwei Flaschen dabei zu haben – eine im Fahrzeug und eine außerhalb.

Zusätzlich hilft das Behandeln von Türdichtungen mit Fett, ein Einfrieren zu verhindern. Die Pflege von Gummidichtungen ist ebenfalls wichtig, um Kälte draußen zu halten. Silikonspray bietet Schutz, Schmierung und Abdichtung.

Vergessen Sie außerdem nicht, Druckluftbremsanlagen vor dem Einfrieren zu schützen – prüfen und ersetzen Sie bei Bedarf die Lufttrocknerkartusche.

Weitere nützliche Hilfsmittel: Schneeschaufel und Luftentfeuchter

Neben den genannten Basics gibt es weitere Hilfsmittel, die den Komfort erhöhen. Eine Schneeschaufel ist auf weniger gut geräumten Straßen besonders hilfreich.

Ein Luftentfeuchter kann helfen, das Beschlagen der Scheiben zu verhindern. Elektrische Heizgeräte verbrauchen viel Strom und können Batterien entladen oder Steckdosen beschädigen.

Gasheizgeräte mögen praktisch erscheinen, dürfen jedoch niemals in Innenräumen verwendet werden, da Erstickungs- und Explosionsgefahr besteht. Die meisten Lkw verfügen über Standheizungen, die effektiv sind, jedoch Kraftstoff verbrauchen.

Weitere Essentials: Fußmatten, Schneeketten und mehr

Einige weitere Dinge sind ebenfalls erwähnenswert. So helfen beispielsweise Gummifußmatten, Schnee und Matsch vom Innenraum fernzuhalten.

Sie tragen dazu bei, den Innenraum sauber zu halten und die Polster zu schützen. Hochwertige Matten lassen sich fixieren und sind besonders für Fahrzeuge mit intensiver Nutzung empfehlenswert.

Weitere nützliche Helfer sind Schneeketten und Starthilfegeräte. Mehr darüber erfahren Sie hier.

Für maximale Sicherheit und Komfort sollten Sie außerdem nicht auf eine gefütterte Warnjacke verzichten, die dafür sorgt, dass Sie auch unter schwierigen Winterbedingungen gut sichtbar bleiben.