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Licht in der Nacht: Alles, was Sie über Nebelscheinwerfer und Fernlicht wissen müssen

Light in the night: everything you need to know about fog lights and high beams

Péter Zsolt Turcsi |

Wenn der Herbst in den Winter übergeht, ist erhöhte Aufmerksamkeit im Straßenverkehr unerlässlich. Besonders dann, wenn wir bei Dunkelheit und Nebel hinter dem Steuer sitzen und lange Strecken zurücklegen müssen. In solchen Fällen sind Nebelscheinwerfer und Fernlicht unverzichtbare Helfer. Ihre richtige Verwendung kann Fahrer oft vor lebensgefährlichen Situationen und schweren Unfällen schützen.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, was Sie darüber wissen sollten, welche Regeln für ihre Nutzung gelten und natürlich, warum Nebelscheinwerfer und Fernlicht zur Grundausstattung jedes Lkw-Fahrers gehören.

Nebelscheinwerfer und Fernlicht: Was ist der Unterschied und wofür werden sie verwendet?

Die meisten Menschen sind wahrscheinlich schon einmal dem Begriff Nebelscheinwerfer begegnet, auch wenn sie kein Fahrzeug besitzen oder nicht regelmäßig fahren. Im Alltag werden jedoch oft alle Zusatzleuchten fälschlicherweise als Nebelscheinwerfer bezeichnet. Wichtig ist zu wissen, dass es grundsätzlich drei Arten von Zusatzbeleuchtung gibt: Nebelscheinwerfer, Fernlicht und Suchscheinwerfer.

Der Zweck des Fernlichts besteht darin, die Fahrbahn bei guten Sichtverhältnissen auszuleuchten, damit der Fahrer möglichst weit nach vorne sehen kann. Die Nutzung des Fernlichts erhöht die Sichtweite erheblich und sorgt somit auch bei hohen Geschwindigkeiten für Sicherheit. Ein Suchscheinwerfer hingegen ist im Grunde eine zusätzliche Lösung, die nicht zusammen mit Abblendlicht verwendet werden kann – nur bei eingeschaltetem Fernlicht – und dessen Wirkung verstärkt.

Der Begriff Nebelscheinwerfer wird im Alltag für zwei Arten verwendet: vordere und hintere Leuchten für schlechte Sichtverhältnisse. Die offizielle Bezeichnung für die speziellen Leuchten an der Fahrzeugfront ist Frontnebelscheinwerfer, während die hinteren schlicht als Nebelschlussleuchten bezeichnet werden. Der Frontnebelscheinwerfer verbessert die Sicht auf die Fahrbahn bei schlechten Bedingungen, während die Nebelschlussleuchte dafür sorgt, dass nachfolgende Fahrer uns früher erkennen und so gefährliche Situationen vermieden werden.

In welchen Situationen ist die Verwendung von Nebelscheinwerfern laut Vorschriften erlaubt?

Der Einsatz von Nebelscheinwerfern ist grundsätzlich dann gerechtfertigt, wenn sich Wetter- und Sichtverhältnisse unterdurchschnittlich verschlechtern. Dennoch kommt es häufig vor, dass Fahrer diese Beleuchtung unnötig verwenden. Das kann für andere störend und auch gefährlich sein. Deshalb ist es wichtig, sowohl die geschriebenen als auch die ungeschriebenen Regeln zur Nutzung von Fernlicht und Nebelscheinwerfern zu kennen.

Zunächst werfen wir einen Blick auf die offiziellen Vorschriften. Zwei Regelwerke befassen sich mit der Nutzung von Nebelscheinwerfern. Laut Straßenverkehrsordnung „dürfen Frontnebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchten anstelle von oder zusammen mit Abblend- oder Fernlicht verwendet werden, wenn die Sichtverhältnisse dies rechtfertigen“. Diese Formulierung ist recht vage, da sie die Entscheidung im Wesentlichen dem Fahrer überlässt – und leider wird dies oft missbraucht.

Im Gegensatz dazu liefert die Verordnung 6/1990 KÖHÉM genauere Vorgaben. In Kapitel II heißt es: „5.13. Frontnebelscheinwerfer dienen der Verbesserung der Fahrbahnausleuchtung bei Nebel, Schneefall, starkem Regen oder Staubwolken. 5.14. Nebelschlussleuchten dienen dazu, das Fahrzeug bei dichtem Nebel von hinten besser sichtbar zu machen.“

Das bedeutet, dass Frontnebelscheinwerfer laut Vorschriften bei Nebel, Schneefall, starkem Regen oder Staubwolken verwendet werden dürfen, während Nebelschlussleuchten nur bei Nebel eingesetzt werden dürfen. Wichtig ist die Formulierung „dürfen verwendet werden“, was bedeutet, dass ihre Nutzung niemals verpflichtend ist.

Außerdem ist zu beachten, dass die Farbe der Zusatzbeleuchtung eingeschränkt ist. Sowohl Fernlicht als auch Nebelscheinwerfer dürfen nur weißes oder kadmiumgelbes Licht abgeben.

Wann ist die Verwendung von Nebelscheinwerfern und Scheinwerfern unangemessen?

Egal ob Nebelscheinwerfer oder Fernlicht – wenn wir uns entscheiden, sie einzuschalten, sollten wir auch die ungeschriebenen Regeln, also die grundlegende Fahr-Etikette, beachten. Leider ignorieren viele Fahrer dies. So verwenden manche beispielsweise Front- oder Hecknebelscheinwerfer anstelle des Abblendlichts, was problematisch und gefährlich ist, da viele Nebelscheinwerfer heller sind als Abblendlicht – ganz zu schweigen vom Fernlicht.

Eine ungerechtfertigte Nutzung von Scheinwerfern und Nebelscheinwerfern kann entgegenkommende oder nachfolgende Fahrer blenden. Besonders störend ist dies bei Nebelschlussleuchten, die in der Regel heller als normale Rückleuchten sind und sogar stärker blenden können als Bremslichter.

Daher ist die Verwendung von Nebelscheinwerfern bei normaler Sicht oder im Stand streng verboten. Ebenso wird davon abgeraten, sie im dichten Verkehr, bei Staus oder innerhalb geschlossener Ortschaften zu verwenden. Wenn ein Fahrzeug entgegenkommt, uns jemand einholt oder wir auf ein anderes Fahrzeug auffahren, sollten wir die Nebelscheinwerfer ausschalten und stattdessen das Abblendlicht verwenden. Wenn wir bereits Fahrzeuge, Ampeln oder Verkehrsschilder in 100 Metern Entfernung erkennen können, ist der Einsatz von Nebelscheinwerfern unnötig.

Dasselbe gilt für das Fernlicht: Es sollte nur auf dunklen, schlecht einsehbaren Strecken ohne Gegenverkehr verwendet werden. Es ist unbedingt zu vermeiden, andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Das bedeutet, dass es sofort ausgeschaltet werden muss, wenn sich Fahrzeuge begegnen oder wenn man längere Zeit hinter einem anderen Fahrzeug fährt. Fernlicht sollte nur außerhalb geschlossener Ortschaften und nachts verwendet werden.

Zusammengefasst sollten diese Zusatzleuchten nur dann verwendet werden, wenn es wirklich notwendig ist – also dann, wenn natürliches Licht und Straßenbeleuchtung nicht ausreichen, um sicher und komfortabel zu fahren, und dabei stets Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer genommen wird.

Montage und Einstellung von Nebelscheinwerfern und Fernlicht

Um Zusatzbeleuchtung korrekt zu nutzen, müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden, darunter die richtige Installation und Einstellung. Beim Einbau von Fernscheinwerfern beispielsweise

werden neben dem Gehäuse und der Glühbirne in der Regel zusätzliche Komponenten für die Verkabelung benötigt, wie ein kompatibler Schalter im Innenraum und ein Relais. Es empfiehlt sich, ein Relais zu wählen, das direkt an den Sicherungskasten des Fahrzeugs angeschlossen werden kann.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass Fernscheinwerfer in der Regel universell sind, Nebelscheinwerfer jedoch fahrzeugspezifisch sein können. Das liegt daran, dass viele Fahrzeuge werkseitig vorgesehene Montagepunkte in der Stoßstange haben. In solchen Fällen passen nur Nebelscheinwerfer mit entsprechender Form. Bei Fahrzeugen ohne solche Vorrichtungen empfiehlt es sich, die Leuchten an einem geschützten Ort zu montieren und sie mit einem Gitter oder einer stoßfesten Abdeckung zu schützen.

Die Vorschriften beschränken Zusatzleuchten lediglich dahingehend, dass sie weder das Kennzeichen noch die werkseitig installierten Leuchten verdecken dürfen. Die richtige Platzierung wird daher weitgehend durch praktische Aspekte bestimmt. Fernscheinwerfer sollten höher, oberhalb der Stoßstange montiert werden, um maximale Reichweite zu erzielen. Leuchten, die auf oder über dem Dach montiert sind, gelten als Zusatzscheinwerfer und müssen entsprechend zugelassen sein. Im Gegensatz dazu sollten Nebelscheinwerfer möglichst tief angebracht werden, um unter den Nebel zu leuchten. Sie sollten jedoch nicht so niedrig sitzen, dass sie beschädigt werden können. Berücksichtigen Sie bei der Platzierung immer sowohl die Eigenschaften der Leuchten als auch die Parameter des Fahrzeugs.

Es ist wichtig zu wissen, dass falsch eingestellte Frontnebelscheinwerfer für entgegenkommende Fahrer äußerst störend sein können. Eine korrekte Einstellung bedeutet, den Bereich nur wenige Meter vor dem Fahrzeug sowie den Straßenrand auszuleuchten. Bei dichtem Nebel ist der Versuch, große Entfernungen auszuleuchten, wirkungslos, da das Licht an den feinen Tröpfchen reflektiert wird und die Sicht eher verschlechtert. Ein niedriger, breiter Lichtkegel verbessert die Sicht für den Fahrer.

Das „E“-Zeichen auf Lampen und Scheinwerfern: Was bedeutet es und warum ist es wichtig?

Heutzutage können Fahrzeugteile und Zubehör fast überall online bestellt werden. Allerdings stößt man häufig auf Produkte, die nicht für den Straßenverkehr zugelassen sind. Dazu gehören auch Lampen ohne das sogenannte „E“-Kennzeichen, selbst wenn ihre Spezifikationen denen zugelassener Produkte ähneln.

Das eingekreiste „E“-Zeichen ist ein Prüfzeichen, das bestätigt, dass die Leuchte von einer zertifizierten Stelle getestet wurde und den ECE-Normen entspricht. Auf das „E“ folgt eine Zahl, die das Zulassungsland, die Version der Vorschrift und weitere Kennzeichnungen angibt.

Wichtig ist, dass bei einer für einen bestimmten Lampentyp ausgelegten Leuchte nur Glühbirnen mit „E“-Kennzeichnung verwendet werden dürfen. Ohne diese Zulassung ist das Bauteil im Straßenverkehr nicht erlaubt. Daher ist das „E“-Zeichen auch für Fernscheinwerfer unerlässlich. Ohne dieses darf das Zubehör nicht legal am Fahrzeug angebracht werden. Bei Kontrollen können solche Teile entfernt werden, und ihre Verwendung kann sogar zum Entzug der Fahrzeugzulassung führen.

Verfügt der gewählte Fernscheinwerfer über ein „E“-Kennzeichen, kann er nach entsprechender Genehmigung montiert und in geeigneten Situationen sicher verwendet werden.

Welche Glühbirne sollten wir für sicheres Fahren wählen?

Die Wahl der Glühbirne hängt vom Sockeltyp der Leuchte ab. Zu den gängigsten Typen gehören:

· H3 - ausgelegt für 55 W Leistung;

· H8 - ausgelegt für 35 W Leistung;

· H11 - ausgelegt für 65 W Leistung;

· H27 - ausgelegt für 27 W Leistung;

Es ist wichtig, nicht mit Glühbirnen unterschiedlicher Leistung zu experimentieren, da der Einbau einer stärkeren Birne als vorgesehen Sicherungen durchbrennen lassen kann.

Es gibt drei Haupttypen von Zusatzbeleuchtung: Halogen, Xenon und LED. Ihre Leistung unterscheidet sich, und die Kompatibilität muss anhand der Herstellerangaben geprüft werden.

Halogen: Aufgrund ihrer Effizienz und einfachen Installation sind Halogenlampen am weitesten verbreitet. Sie erzeugen warmes Licht, das Nebel und starken Regen gut durchdringt. Ihre Helligkeit bleibt stabil, allerdings kann ihre Lebensdauer relativ kurz sein. Halogenlampen sind mit „H“ gekennzeichnet, kompatible Leuchten mit „B“.

Xenon: Xenonlampen bieten eine höhere Helligkeit und eine längere Lebensdauer als Halogenlampen. Sie fallen selten aus, sind unempfindlich gegenüber Spannungsschwankungen und verbrauchen weniger Energie. Allerdings sind sie teurer. Mit der Zeit nimmt ihre Helligkeit allmählich ab, was weniger auffällt, daher ist ein rechtzeitiger Austausch wichtig. Eine falsche Installation kann den Gegenverkehr blenden, weshalb ihre Nutzung streng geregelt ist. Xenonlampen dürfen nur in Fahrzeugen mit automatischer Leuchtweitenregulierung, Scheinwerferreinigungsanlage und geeigneten Gehäusen verwendet werden. Sie sind mit „D“ gekennzeichnet, kompatible Leuchten mit „F3“.

LED: LED-Lampen zeichnen sich durch geringen Energieverbrauch, hohe Vibrationsfestigkeit und lange Lebensdauer aus – und das zu einem angemessenen Preis. Sie erzeugen nur minimale Wärme und eignen sich daher auch für Anwendungen, bei denen Überhitzung ein Problem sein kann. Zudem richten sie das Licht gezielt aus und reduzieren so die Lichtverschmutzung. Eine falsche Installation kann jedoch andere Fahrer blenden. LED-Lampen sind mit „LED“ gekennzeichnet, kompatible Leuchten mit „F3“. Leuchten mit der Kennzeichnung „B“ sind nicht für LED geeignet, das heißt, für Halogen ausgelegte Leuchten dürfen nicht mit LED verwendet werden. In Europa und Ungarn ist dies illegal und führt zudem zu schlechterer Leistung als bei Halogenlösungen.

Welche Form sollte das Fernlicht haben?

Fernscheinwerfer sind in zwei Hauptformen erhältlich: rechteckig und rund. Die Größen reichen von klein (10–15 cm) bis groß (etwa 20 cm). Auch die Linsenkonstruktion variiert. Einige Modelle sind für eine weitreichende Ausleuchtung mit gebündeltem Lichtstrahl optimiert, andere bieten ein breiteres, aber kürzeres Lichtfeld.

Die meisten Modelle verfügen über integrierte Positionslichter, insbesondere die runden Varianten, bei denen das Licht einen Ring bildet. Eine beliebte Lösung ist das sogenannte Angel Eye,

bei dem sich die Positionslichtlampe an einem Punkt des Kreises befindet und eine spezielle Linse das Licht gleichmäßig am Rand verteilt.

Qualität zahlt sich aus

Bei der Auswahl von Fernscheinwerfern oder Nebelscheinwerfern ist es wichtig, auf gute Qualität zu achten. Es lohnt sich, etwas mehr zu investieren, da hochwertige Produkte langlebiger sind. Günstigere Produkte können nach 2–3 Jahren unter Reflektorschäden und alternden Dichtungen leiden, was zu Wassereintritt und letztlich zum Ausfall führt. In unserem Webshop finden Sie hochwertige Beleuchtungszubehörteile, die allen Vorschriften und Erwartungen entsprechen und sicheres sowie komfortables Fahren unter allen Bedingungen gewährleisten.